Im Dienst der Zugehörigkeit, in der Gruppe der echten Jungs, sich so zu verhalten, wie es belohnt wird
solo show / 2025 / Linz / LENTOS
EN
„With his first solo museum exhibition, Georg Pinteritsch is presenting a multifaceted examination of cultural heritage, collective identity and social systems underlying order. The central theme is the awareness that knowledge of past civilisations is based on interpretations that are shaped by current perceptions and modes of thought. Following on from this, the artist turns his attention to the here and now: What will be preserved from our society – materially, spiritually and in the written word?
In his drawings and installations, he interlaces references to art and architectural history with traces of everyday life and elements of pop culture. In the process, past, present and future converge in a complex dialogue. Works created specifically for the exhibition reflect with subtle irony on the role of destructive male behaviour as a cultural norm, escalation as a historical constant and the fragility of contemporary systems of interpretation. The visual language Pinteritsch uses to achieve this is deliberately ambiguous – it avoids established narratives while favouring an unreservedly honest content as a productive space for thought.“
GER
„Mit seiner ersten musealen Einzelausstellung präsentiert Georg Pinteritsch eine vielschichtige Auseinandersetzung mit kulturellem Erbe, kollektiver Identität und gesellschaftlichen Ordnungssystemen. Im Mittelpunkt steht das Bewusstsein, dass das Wissen über vergangene Zivilisationen auf Deutungen beruht, die von gegenwärtigen Vorstellungen und Denkweisen geprägt sind. Daran anschließend richtet der Künstler seinen Blick auf das Hier und Jetzt: Was wird von unserer Gesellschaft erhalten bleiben – materiell, ideell, lesbar?
In seinen Zeichnungen und installativen Setzungen verschränkt er kunst- und architekturhistorische Referenzen mit Spuren des Alltags und Elementen der Popkultur. So finden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf komplexe Weise zueinander. Neu für die Ausstellung entstandene Werke reflektieren mit subtil eingesetzter Ironie die Rolle destruktiven männlichen Handelns als kulturelle Norm, Eskalation als historische Konstante und die Fragilität aktueller Deutungssysteme. Pinteritschs Bildsprache operiert dabei bewusst mehrdeutig – sie vermeidet festgelegte Narrative und setzt auf eine inhaltliche Offenheit als produktiven Denkraum.“
Curator: Sarah Jonas
Photos: Rainer Iglar

